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LSG-Breisgau

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Mit dem Motorsegler von Freiburg an die Côte d' Azur
Geschrieben von Clemens Deimel   
Dienstag, 14. August 2007

Wie es dazu kam
Nachdem der Winter sich Anfang April 2007 in Freiburg verabschiedete, kam ich auf die Idee mit unserem Vereinsmotorsegler einen längeren Flug in den Süden zu unternehmen. Es gab dafür zwei Gründe. Ich hatte über den Winter die nicht mehr erforderliche Anzahl an Stunden aufzuweisen. Hinzu kamen die fehlenden Puzzle-Teile zwischen Freiburg und Cannes. Als Segelflieger kannte ich bisher die Strecke Freiburg bis zum Chasseral 1600 m (Jura) und die Strecken von Sisteron in Frankreich (Haute Provence) aus nach Grenoble und Richtung Süden bis zum Cheval Blanc. Wegen der mir fehlenden Flugstunden flog Fluglehrer Dietrich Völker, ebenfalls Mitglied aus unserem Verein, mit.

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Die Vorbereitung
Als Vorbereitung hatte ich die Schweizer ICAO Karte und die französische Flugkarte besorgt. Zusammen mit den Anflugkarten war dieses Material ausreichend. Zusätzlich hatten wir noch wegen der Kontrollzonen vor allem im Schweizer Luftraum ein mobiles GPS dabei. Wir gaben den Flugplan am Abflugtag per Internet auf. Eine Anmeldung plus ein extra Flugplan für den Flugplatz Cannes waren ebenfalls erforderlich. Einen Tag vor dem Abflug machten wir zusammen noch ein Vor-Briefing.

Der Flug
Für den Hinflug wählten wir direkt den Kurs über Basel. Als Einflugpunkt hatten wir November (Neuenburg) und als Ausflugpunkt Whiskey und von dort aus dann Nach Süden in den Jura in der Flugplanung. Damit war aber die französische Fluglotsin nicht einverstanden. Wir mussten zuerst bis kurz vor Weil am Rhein auf der deutschen Seite fliegen und querten dann in 2200 ft die Bahn von Basel-Mulhouse nachdem wir wegen startendem Verkehr noch einige Vollkreise machen mussten.
Wir wurden dann zu einem Pflichtmeldepunkt westlich des Platzes geschickt, bevor wir dann endlich auf den Chasseral (Jura) zufliegen konnten. Der Flug ging dann am Bieler See und am Lac de Neuchatel zum Lac Leman (Genfer See) Hier konnten wir die Transit Strecke über Vevey nehmen da wir wegen der hohen Basis die 7500 ft unterhalb der Kontrollzone einhalten konnten. Der Flug ging dann am Lac d` Annecy und an Chambery vorbei nach Grenoble.
In Grenoble machten wir einen Zwischenstopp. Hier wurden wir sehr herzlich empfangen. Die gesamte Mannschaft vom Tower bis zum Tankwart waren sehr hilfsbereit. So wurde für uns der weitere Flugplan aufgegeben und es wurde sogar für die Landung in Cannes die nötige Information an das französische Militär übermittelt. Es war selbstverständlich, dass der Controller im Tower für uns in Chambery Challes-les Eaux, dem geplanten Zwischen-stopp für den Rückflug, aix en Provenc anrief, um sich zu erkundigen ob es dort Avgas gibt, da das französische AIP keine Informationen hierzu enthielt. Das ganze als kostenfreie Serviceleistung.

Nach einer Pause auf diesem freundlichen Flugplatz flogen wir weiter Richtung Cannes. Jetzt kam mir die zweite Segelflug-Heimat zum Vorteil. Man kam sich jetzt vor wie im Urlaub. Wir flogen südlich von Grenoble die Route Napoleon (N 75) Richtung Pic de Bure und zwischen den Segelflugplätzen Gap und Sisteron über Digne und dann zum Cheval Blanc der uns schon vom weiten seinem weißen Rücken zeigte. Nach dem Cheval Blanc kam wieder segelfliegerisches Neuland für mich. Ab hier sollte man als Segelflieger hoch genug sein, da es eigentlich keine Außenlandemöglichkeiten gibt. Die Wahl der Flugroute nahm Rücksicht auf die Basishöhe, die Außenlandefelder und natürlich auch auf die eingeschränkte Performance eines SF 25 C unter Segelflugbedingungen sowie die Luftraumstruktur im Hinterland der Cote d` Azur.

Wir passierten dann den Segelflugplatz von Fayence und meldeten uns dann über Funk in Cannes an. Da wir angemeldet waren durften wir zum Meldepunkt WC einfliegen und von dort aus reihten wir uns mit unserem kleinen Motorsegler zwischen den Privat-Jets zur Landung ein. Unser Motorsegler, war wohl das preiswerteste Luftgestühl unter allen Businessjets von Geschäftsleuten und anderen finanziell sehr gut ausgestatteten Menschen.
Am nächsten Morgen ging es dann die gleiche Strecke zurück. Wegen der guten Erfahrungen auf dem Hinflug machten wir wieder eine Tankpause in Grenoble.

Von dort aus ging es dann Richtung Genfer See und über Vevey in den Jura. Dieses Mal mieden wir Basel und flogen über Olten und dem Schweizer Segelflugplatz Fricktal über den Flugplatz Hotzenwald und dann weiter nach Freiburg.

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Fazit:
Mit 80 PS und einer zu kalkulierenden Reisegeschwindigkeit von 120 km/ h ist es möglich aufgrund der guten südwestlichen Lage von Freiburg aus in wenigen Flugstunden in Südfrankreich am Mittelmeer zu sein. Da Frankreich als ein sehr flugfreundliches Land gilt, bietet es sich von Freiburg aus an dorthin zu fliegen. Ich kann es nur empfehlen und es war bestimmt nicht der letzte Flug mit unserem Motorsegler in den Süden von Frankreich.

 

 
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