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Reiseberichte
Flugplatzhopping und Gratiseintopf | Flugplatzhopping und Gratiseintopf |
| Geschrieben von T: P.Kenzelmann; F: E. Wolf | |
| Freitag, 27. Juni 2008 | |
Sonntagmorgen. Freiburg schläft. Ganz Freiburg? … Nein: am Flugplatz machen sich zwei Piloten am Eurofox zu schaffen. Letzte Checks und dann geht’s los: Flugplatzhopping steht an. Richtung Österreich. Erste Landung in Donaueschingen. Und gleich mal einen interessierten Blick ins Cockpit der neben uns abgestellten Piggi.
Dann weiter nach Konstanz knapp unter 5000ft. Unter uns entdecken wir eine querende Ju52. Ein paar Minuten verfolgen wir sie, aber stellen fest: "Verdammt schnell, die Tante!“ Also wieder Kurs Richtung Bodensee. Die Landung in Konstanz diesmal auf der Piste 30. Der Endanflug direkt über die Dächer ist für mich etwas ungewohnt – also lieber Abstand. Die Folge: Ich darf noch Slippen. Nach der Landung...
gönnen wir uns den ersten Automatenkaffee des Morgens. Kekse haben wir mitgebracht. Nach kurzem Aufenthalt geht es weiter. Raus auf der 12, unter uns Segelboote, dann vor uns ein Zeppelin der gerade landet.
Friedrichshafen. Unser Ziel: der fliegende Bauer in Wildberg. Uriger Platz und schöne Landung von Eddie. Hier klären wir noch unsere Informationen zu Hohenems ab: Haben die wirklich Mittagspause bis 16 Uhr? Wie ist das Essen? Gibt es einen Geheimtipp zum Österreich-Platz? Frisch versorgt mit Informationen machen wir uns dann vom Acker.
Hohenems ist ein schöner Platz. Die Sprache nett anzuhören … Von wegen "Backtrack“. Hier heisst es „direkt Retour“ mit schönem Schmäh. Ein Blick auf die Uhr zeigt: wir haben eine gute halbe Stunde für unser Mittagessen. Das sollte reichen. Eddie bestellt Schnitzel und darf sich schnell über eine gute Portion Fleisch freuen. Mein Spargelteller dauert etwas länger und besteht aus fünf Spargeln dekoriert mit einem Salatblatt und einer Tomatenscheibe. Nun ja. Ich bin in die Spargelteller-Falle von Hohenems getappt. Aber Eddie trifft es noch härter: der Wechselgeld-Scheinwechsel-Trick von Hohenems kostet ihn 20 Euro. Bei mir kommt der kleine Hunger, bei Eddie der kleine Ärger eine knappe Stunde später in Kempten. In Kempten ist einiges los. Kreuz und quer landen und starten hier diverse Besucher- und Vereinsmaschinen. Hier halten wir uns jedoch nicht lange auf, sondern fliegen gleich mal Richtung Leutkirch. Hier sind Springer zugange. Mit einem riesen Radau nimmt die Maschine Passagiere auf, die ein paar Minuten später sich aus der Tür stürzen werden… Nun ja.
Da Leutkirch Schwabenland ist, spricht sich hier natürlich schnell herum wo Geld gespart werden kann. In Saulgau. Dort heute Flugtag: günstig tanken, gratis landen und dann auch noch Freibier (bzw. Freispezi) und Gratis-Eintopf. Na, wenn das nicht Aussichten sind. Also nichts wie hin.
Wir genießen den schönen Nachmittag, lassen den Trubel auf uns wirken und verabschieden uns vom Platz mit einem Überflug. Dann Richtung Freiburg. In Donaueschingen waren wir ja schon am Morgen, Neuhausen ob Eck reizt uns auch nicht so sehr. Aber da liegt doch was direkt auf unserem Strich in der Karte: Sauldorf-Boll, 380m, UL-Platz. Interessante Piste am Hang. Also Landen. Kleines Problem: wir haben zu wenig Geld in der Tasche. Landegebühr, Tanken, Wechsel-Tricks, Mittagessen. Ob am UL-Platz Kreditkarten akzeptiert werden? Unwahrscheinlich. Was nun? Glücklicherweise wird auch eine 5er-Packung Snickers akzeptiert. Zudem gibt’s von uns den Freibiertipp für Saulgau. Alle zufrieden.
Die letzte Etappe nach Freiburg noch mit einem kurzen Kreis über Kirchzarten und dann sind wir auch wieder daheim. Hat Spaß gemacht.
Drei Lehren aus unserem Hopping: 1. Im Hohenemser Restaurant gilt: Aufpassen! 2. Auch im Schwabenland gibt’s was gratis. 3. Zusätzlicher Punkt für die Checkliste: „Geldbeutel dabei?" |
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