| Beflügelt von der Faszination des Segelfliegens |
| Geschrieben von D. Erggelet. Mit freundlicher Genehmigung der Badischen Zeitung | |
| Donnerstag, 2. April 2009 | |
KREIS EMMENDINGEN. Der 21 jährige Matthias Weinzierl vom Sportfliegerclub Carl Friedrich Meerwein Emmendingen zählt zu den zehn jüngsten Fluglehrern in Deutschland. Mit seinen Fliegerkollegen feierte er diesen Erfolg im Vereinsheim am Emmendinger Sportfeld.Wenige Stunden vor dem BZ-Gespräch legte der junge Kenzinger erfolgreichm die Prüfung zum Fluglehrer für Segelflugzeuge ab. Begonnen hat sein luftsportlicher Steilflug beim 50. Geburtstag des Emmendinger Sportfliegerclubs. Damals war er 15 und wirkte in einem Ensemble des Music-Lab beim Tag der offen Tür im Vereinsheim in Emmendingen mit und nahm ganz nebenbei an einem Wettbewerb teil, bei dem als Hauptpreis eine Ausbildung zum Segelflieger lockte. Das war ein Glücksgriff für beide Seiten. Damals lebte er mit seinen Eltern in Riegel und besuchte das Kenzinger Gymnasium. Beim Sportfliegerclub C.F. Meerwein erwarb Matthias die Pilotenlizenz für Segelflugzeuge und anschließend die für motorgetriebene Ultraleicht-Flugzeuge. Im Emmendinger Traditionsverein wurde er zum Jugendleiter und Schriftführer gewählt.
Bei einer Stippvisite in seiner Heimat sagte er im BZ-Gespräch, dass
sich Piloten die "Freiheit über den Wolken" hart erarbeiten müssten.
Wenn sie sich allerdings an all’ die gelernten Regeln der Technik und
Physik hielten und ihre Maschine "im Schlaf" beherrschten, dann könne
ein "grenzenloses Freiheitsgefühl" entstehen. Sein bisher längster
Segelflug in der Provence habe über acht Stunden gedauert. Die Distanz:
415 Kilometer. Manches Mal sei er in knifflige Situationen gekommen,
doch dank seiner guten Ausbildung beim Sportfliegerclub "blieb ich
cool".
Befragt nach seinen nächsten Zielen als Pilot und Fluglehrer antwortete Matthias Weinzierl, dass seine Liebe beim Segelflug bleibe. "Niemals würde ich es übers Herz bringen, mich bei guter Thermik in ein Motorflugzeug zu setzen". Seinen Flugsport bezeichnet er als großartig. Deshalb möchte er sein Wissen und seine Begeisterung an andere junge Menschen weitergeben. Eine Pilotenkarriere aber möchte er nicht anstreben. Denn, so Matthias Weinzierl, "Flugzeuge zu konstruieren erscheint mir reizvoller". Seit 2008 studiert Matthias Weinzierl an der Technischen Universität München Maschinenbau, um sein Ziel zu erreichen – ein große Herausforderung. Er möchte den Abschluss Bachelor-Master erreichen. Das dauere sicher noch fünf Jahre. Seiner Überzeugung nach biete die Entwicklung im Flugzeugbau noch ungeahnte Möglichkeiten. Besonders auf dem Gebiet der Energieeinsparung sieht der junge "Überflieger" aus Kenzingen ein berufliches Betätigungsfeld für seine Zukunft. Quelle: Badische Zeitung |
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